Massiv Hausbauen

Das EnergieSparhaus von Town & Country - die Zukunft beginnt heute

Energieeffizientes Bauen ist Pflicht – das Gebäudeenergiegesetz

Die Themen Klimaschutz und Energiesparen sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Schon seit einigen Jahren werden auch die Energiesparauflagen für Bauherren immer strenger. Geregelt sind diese Auflagen im 2020 verabschiedeten Gebäudeenergiegesetz (GEG), dass die Energieeinsparverordnung von 2016 (EnEV) ersetzen soll.

Das Gebäudeenergiegesetz, das am 01.11.2020 in Kraft treten wird, fasst drei bislang geltende Regelwerke zusammen: das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EWärmeG). Sie alle beziehen sich auf den gleichen Gegenstand – die Energieeffizienz von Gebäuden und die Nutzung regenerativer Energien.

Was ist neu, was bleibt bestehen?

Wie auch die EnEV fordert das GEG, dass ein bestimmter Teil der Wärmeenergie eines Hauses aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Ab 2020 soll auch gebäudenah erzeugter Strom aus erneuerbaren Energien auf den Jahresprimärenergiebedarf angerechnet werden. Die Pflicht zur Nutzung erneuerbarer Energien kann somit durch eine Photovoltaikanlage erfüllt werden. Maßgeblich ist hier die Anlagengröße. Ölheizungen sollen hingegen ganz aus den Heizungskellern verschwinden, ab 2026 gilt ein Einbauverbot von Ölheizungen. 

Um die Ökobilanz von Energiesparhäusern zu beurteilen, wird neben der Gebäudehülle, die im Haus verwendete Anlagentechnik inkl. der Verluste, die bei der Erzeugung, Verteilung, Speicherung und Übergabe von Wärme entstehen, bewertet. Darüber hinaus wird auch die Effizienz des Energieträgers in der Energiebilanz berücksichtigt. Die festgelegten Höchstwerte orientieren sich dabei an den Verbrauchswerten eines Referenzgebäudes.

Hauptanforderungsgröße des GEG ist der Jahresprimärenergiebedarf, der den gesamten Energiebedarf für Heizung, Warmwasser, Lüftung und Kühlung eines Energiesparhauses beschreibt und gleichzeitig auch die Effizienz des Energieträgers berücksichtigt. 

Sämtliche der ca. 40 Haustypen von Town & Country Haus entsprechen stets dem Stand der Technik und sind energiesparend gebaut. Außerdem sind in jedem Hauspreis ein Energiesparausweis und ein Blower-Door-Test, also ein Test auf Winddichtigkeit des Hauses, enthalten.

Die energieeffiziente Bauweise beginnt bei Town & Country Haus bereits bei den verwendeten Baustoffen. Alle Häuser werden aus Porenbeton gebaut. Dieser massive Baustoff aus Branntkalk, Wasser und Quarzsand besitzt nicht nur eine gute Wärmedämmfähigkeit, dank des außergewöhnlich geringen Wärmeleitwerts, sondern benötigt bereits in seiner Herstellung wenig Energie. Auch die Fassaden, Fenster und Türen zeichnen sich durch ihre energiesparenden Eigenschaften aus.

„Alle Town & Country Häuser erfüllen stets die aktuellen Energiesparvorschriften – die Höhe der möglichen Energieeinsparungen richtet sich dabei nach der vom Kunden gewählten Effizienzausstattung", erklärt Jürgen Dawo, Gründer des Unternehmens Town & Country Haus. 

Staatliche Förderungen der KfW-Bank

Bauherren, die besonderen Wert auf die Energieeffizienz ihres Eigenheims legen, haben zudem die Möglichkeit, eine staatliche Förderung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zu erhalten. Das Förderprogramm 153 „Energieeffizientes Bauen“ bezuschusst Neubauten mit KfW 55 Standard. 

Dieser Standard beschreibt ein Gebäude, das nur 55 % so viel Energie benötigt wie ein vergleichbarer Neubau, der den maximal zulässigen Wert nach des Gebäudeenergiegesetzes erreicht. Bauherren, die ein KfW-55-Haus bauen, erhalten ein Darlehen in Höhe von 120.000 Euro und einen Tilgungszuschuss von 15 Prozent – etwa 18.000 Euro. Sämtliche Town & Country Häuser gibt es sowohl als Energiesparhaus im GEG-Standard es auch im KfW-55-Standard.

Vorteile der Town & Country Energiesparhäuser im Überblick:

Mit Town & Country Haus ist energiesparendes Bauen nicht nur einfach, sondern auch bezahlbar. Sie können sich darauf verlassen, dass jedes Massivhaus den aktuellen gesetzlichen und technischen Anforderungen entspricht.

Energiesparendes Bauen lohnt sich: Sie senken Ihre Energiekosten und leisten einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Das schont die Umwelt und Ihren Geldbeutel.

Sie können staatliche Fördermittel beim Bau eines Town & Country Energiesparhaus nutzen.

Staatliche Förderung für den Hausbau von der KfW: Wir zeigen Ihnen den Weg.

Dass ein Massivhaus alle gesetzlichen Anforderungen an die Energieeffizienz erfüllt, wird im Energieausweis nachgewiesen. Dieser wird zukünftig auch Angaben zur CO2-Emission des Gebäudes enthalten. Zusätzlich zum Bandtacho wird die Einstufung eines Gebäudes seit Mai 2014 auch in Form von Energieeffizienzklassen (A+ bis H) dargestellt. Die Bedeutung des Energieausweises war schon mit der EnEV 2014 größer geworden, so wurden unter anderem Stichprobenkontrollen durchgeführt. Diese Entwicklung setzt sich mit der EnEV 2016 fort.

Eine wesentliche Neuerung aus dem GEG ist die Anrechnung von gebäudenah erzeugtem Strom aus erneuerbaren Energien. So kann die Pflicht zur Nutzung erneuerbarer Energien auch durch eine Photovoltaikanlage erfüllt werden. Maßgeblich ist hier die Anlagengröße. Darüber hinaus kann die Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien auch auf den Jahresprimärenergiebedarf angerechnet werden. Ölheizungen sollen dagegen nach und nach ganz aus den Heizungskellern verschwinden, ab 2026 gilt ein Einbauverbot von Ölheizungen. 

Seit Oktober 2019 gelten die neuen Regeln des Gebäudeenergiegesetzes, das gleich drei Regelwerke vereint: das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EWärmeG). Sie alle beziehen sich auf den gleichen Gegenstand – die Energieeffizienz von Gebäuden und die Nutzung regenerativer Energien.

Wie auch die EnEV fordert das Gebäudeenergiegesetz (GEG), dass ein bestimmter Teil der Wärmeenergie eines Hauses aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Um die Ökobilanz von Energiesparhäusern zu beurteilen, wird neben der Gebäudehülle, die im Haus verwendete Anlagentechnik inkl. der Verluste, die bei der Erzeugung, Verteilung, Speicherung und Übergabe von Wärme entstehen, bewertet. Darüber hinaus wird auch die Effizienz des Energieträgers in der Energiebilanz berücksichtigt. Die festgelegten Höchstwerte orientieren sich dabei an den Verbrauchswerten eines Referenzgebäudes.

Hauptanforderungsgröße des GEG ist der Jahresprimärenergiebedarf, der den gesamten Energiebedarf für Heizung, Warmwasser, Lüftung und Kühlung eines Energiesparhauses beschreibt und gleichzeitig auch die Effizienz des Energieträgers berücksichtigt.

Klima- und Umweltschutz bedeutet weit mehr, als nur ein gut gedämmtes Energiesparhaus mit einer effizienten Heizungsanlage und vielleicht noch einem Solarpanel auf dem Dach zu bauen. „Mit jedem Haus nehmen wir der Natur ein Stück freie Fläche und verdichten den Boden. Mit unserem Engagement für Nachhaltigkeitsprojekte wollen wir deshalb einen Teil von dem, was wir der Natur nehmen, wieder zurückgeben“, sagt Jürgen Dawo.

So unterstützt Town & Country Haus zum Beispiel Baumpflanzaktionen im Rahmen der Kampagne „Wir pflanzen Zukunft“. Im Rahmen dieser Aktion werden sogenannte Zukunftsbäume, also Bäume, die besonders widerstandsfähig gegen künftige Klimaentwicklungen sind, gepflanzt. Außerdem fördern Town & Country Haus Partner Umweltbildungs- und Naturschutzprojekte für Kinder und Jugendliche im Rahmen der Kampagne „WasserWelten“ und „VogelWelten“ des Netzwerk Natur.

KfW-55-Effizienzhaus vs. GEG-Massivhaus von Town & Country Haus

Alle Town & Country-Haustypen entsprechen den energetischen Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes. Wer es noch ein bisschen energieeffizienter möchte, kann sein Haus als KfW-55-Effizienzhaus bauen – und somit staatlich fördern lassen. Damit ein Haus diese Bezeichnung tragen darf, muss der sogenannte Primärenergiebedarf 45 Prozent unter den Werten eines Referenzgebäudes liegen.

Generell lässt sich der KfW-55-Standard mit einer guten Dämmung der Fassade und einer umweltfreundlichen Heizung wie etwa einer Luftwärmepumpe erreichen. Auch energieeffiziente Fenster mit Wärmeisolierung spielen eine wichtige Rolle. Als Alternative zum Wärmedämmverbundsystem bietet Ihnen Town & Country Haus ein dickeres Mauerwerk an. Bei Wunsch nach KfW-Förderung werden die 24er-Außenwände auf 36,5 Zentimeter verdickt.  

Wenn Sie ein Haus unter energetischen Gesichtspunkten bauen möchten, können Sie abgesehen von Krediten zur Finanzierung des Bauvorhabens sogenannte Tilgungszuschüsse nutzen. Tilgungszuschüsse sind mit dem Förderprogramm der KfW verbunden, das Darlehen vergibt. Die Tilgungszuschüsse werden von der jeweiligen Restschuld abgezogen. Insgesamt kann die Finanzierung so schneller und mit weniger Kosten abgewickelt werden. Bei Neubauten hängt der KfW-Zuschuss vom Energieeffizienzstandard ab. Bei einem KfW-Effizienzhaus 55 sind 15 % der Darlehenssumme tilgbar, maximal 18.000 Euro pro Wohneinheit.

Das Editionshaus Clever 138+ - Die Zukunft ist hybrid.

Das Edition Clever 138+ unterscheidet sich nicht nur im Design von anderen Haustypen, auch architektonisch gilt dieses Einfamilienhaus als Unikat. Durch die Kombination von Porenbeton und Holz entsteht ein Hybrid, der die Vorteile der einzelnen Baustoffe optimal ausnutzt und sichtbar zwei Welten vereint. Warum sich der Hybrid bestens als KfW-55-Effizienzhaus eignet, verraten wir Ihnen hier:

Das Edition Clever 138+ ist einmalig im Town & Country Haus-Kosmos. Grund dafür ist die hybride Bauweise, also die Verbindung von Holz- und Massivbauweise. Die Basis für das leichte Dachgeschoss in Holzrahmenbauweise bildet ein massives Erdgeschoss aus Porenbeton-Mauerwerk. Wir geben Bauherren somit das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit und nutzen die energetischen Vorteile der Holzrahmenbauweise im Dachgeschoss. 

Die Holzrahmenbauweise bietet einige Vorteile in Bezug auf Wärmeschutz und CO2-Bilanz. Nicht nur, weil Holz ein natürlich nachwachsender Rohstoff ist, sondern auch, weil die Holzrahmenbauweise Ressourcen spart. Denn: Im Dachgeschoss gibt es keine gemauerten Drempel, Giebel, keine Ringbalken und keinen Innenputz. Durch das Mauerwerk im Erdgeschoss und den Holzrahmenbau im Dachgeschoss ergibt sich eine klare Trennung zwischen den Gewerken und eine verbesserte Taktung im Bauablauf.

Das Edition Clever 138+ eignet sich hervorragend als KfW-55-Effizienzhaus. Das Hybrid-Haus ist mit einer Dämmung aus Mineralwolle versehen – ein künstlich hergestellter Baustoff aus mineralischen Fasern. Auch eine Unterbodenplattendämmung trägt zur Energieeffizienz des Clever 138+ bei. Das Editionshaus hat den Vorteil, dass es leicht an den KfW-55-Standard angepasst werden kann – ohne großen preislichen Mehraufwand. In Kürze wird es das Editionshaus als KfW-gefördertes Haus in der Grundausstattung geben.

Die Abgrenzung von Erd- und Dachgeschoss wird sowohl durch unterschiedliche Putzstrukturen und als auch durch den leichten Überstand des Außenputzes im Dachgeschoss betont. Ein Besenzug-Putz setzt Akzente im Erdgeschoss des Hauses. Neu beim Edition Clever 138+ ist auch die besondere Inklusivausstattung. Im Kaufpreis sind folgende Elemente enthalten: Fußbodenheizung im gesamten Haus, Rollläden im Erdgeschoss, Luft-Wasser-Wärmepumpe und die Frischluftautomatik. Dank dieser Ausstattung steigt nicht nur der Wohnkomfort, das Haus wird auch energieeffizienter.  

Town & Country Haus: Unser Selbstbild

„Nicht nur ein Haus, sondern ein gutes Gewissen, in dem man wohnen kann.“

Town & Country Haus ist mehr als nur ein Massivhaus-Anbieter. Wir wollen mehr als nur Menschen zu den eigenen vier Wänden verhelfen. Es ist unser Anliegen, dass Sie sicher und mit gutem Gewissen in Ihrem Eigenheim wohnen können. Wir wollen Häuser bauen, die nachhaltig, ressourcenschonend und beständig sind – unserer Umwelt und den Bedürfnissen unserer Bauherren entsprechend. Damit nicht nur Sie, sondern auch wir als Unternehmen stolz auf unsere Leistung sein können.

Alle Town & Country Häuser können mit einem niedrigen Energieverbrauch punkten – jedes der 40 Haustypen gibt es als Energiesparhaus nach den aktuellen Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes, das Mitte 2020 in Kraft treten soll. Wer sein Massivhaus von der Kreditanstalt für Wiederaufbau staatlich fördern lassen möchte, hat bei uns die Möglichkeit, ein KfW-55-Effizienzhaus zu bauen.

Bei Town & Country Haus wird auf den Einsatz von schädlichen Dämmmaterialien verzichtet. Unsere Häuser werden aus Ytong Porenbeton erbaut – ein Baumaterial, das für seine außerordentlich hohe Wärmedämmung bekannt ist und ein gesundes Raumklima fördert. Auch KfW-geförderte Häuser müssen nicht mit Wärmedämmverbundsystem gebaut werden – Sie können das Haus stattdessen mit dickeren Außenwänden mit einer Wanddicke von 36,5 Zentimetern errichten lassen.

Alle 40 Town & Country Haustypen sind biologisch unbedenklich und nachhaltig gebaut. Dank der verwendeten Materialien wie etwa Ytong Porenbeton tragen unsere Massivhäuser maßgeblich zur Wohngesundheit bei. Darüber hinaus entsprechen unsere Häuser immer den aktuellen Standards der bundesweiten Gesetzgebung. In puncto Energieeffizienz richten wir uns nach der aktuellen EnEV 2016 bzw. ab Sommer 2020 nach dem Gebäudeenergiegesetz.

Bereits beim Bau Ihres neuen Eigenheims achten wir darauf, besonders ressourcenschonend zu arbeiten. Denn letztlich ist nicht nur der Energieverbrauch des Hauses, sondern auch der Energieverbrauch bei der Herstellung entscheidend für unseren CO2-Fußabdruck. Nur so können wir sicher gehen, dass unsere Bauherren mit gutem Gewissen in ihr dauerhaftes Zuhause ziehen können.

Wir setzen die richtigen Produkte beim Hausbau ein und sorgen für die nötige Sicherheit der Bauherren. Mit unserem Hausbau-Schutzbrief zeigen wir, dass wir die Sorgen und Wünsche unserer Kunden ernst nehmen – und Verantwortung übernehmen. Mit diesem am Markt einzigartigen Schutzbrief bekommen Sie eine (finanzielle) Absicherung vor, während und nach der Bauphase. Wir begleiten Sie von der Planung bis zum Ende Ihres Hausbaus.

Town & Country Haus ist ein Franchise-Unternehmen, das über 300 regionale Partner bundesweit aufweist. Egal, in welcher Region Sie Ihr Haus bauen oder staatlich fördern lassen wollen – wir haben den richtigen Hausbaupartner für Sie. Auch in Finanzierungsfragen können Sie sich jederzeit an die TC-Zentrale wenden: Unser Finanzierungsservice hilft Ihnen in allen Fragen rund um die Finanzierung weiter – und erstellt Ihnen das passende und auf Sie zugeschnittene Angebot.

Der Klimawandel geht uns alle etwas an. Und aus diesem Grund richtet auch Town & Country Haus seinen Blick auf die Themen „Treibhausgas-Emissionen“ und die „Zukunft unserer Kinder“. Unsere Häuser tragen schon bei der Entstehung Ihres Traumhauses dazu bei, unseren CO2-Fiußabdruck zu minimieren. Grund dafür ist die ressourcenschonende Bauweise – insbesondere beim Hybridbau Edition Clever 138+, bei dem Holzrahmenbauweise und Massivmauerwerk Hand in Hand gehen. 

Häufige Fragen zum Gebäudeenergiegesetz (GEG): kompakte Antworten auf einen Blick

Fragen und Antworten zum neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG) hier in kompakter Form nachlesen & Fachberatung nutzen!

Mit Inkrafttreten des GEG (Gebäudeenergiegesetz) im Jahr 2020 werden bisherige Regelungen rund um die energetischen Effizienzstandards von Gebäuden zusammengefasst. Das GEG gilt dann deutschlandweit für Neubauprojekte. Es handelt sich beim Gebäudeenergiegesetz um die Umsetzung einer EU-Richtlinie (2010/31/EU). Dabei wird das Ziel verfolgt, das Energiesparrecht europaweit zu vereinheitlichen. Dadurch wird mehr Transparenz ermöglicht und für das Erreichen von Klimazielen kann auf eine einheitliche Basis zurückgegriffen werden.

Alle Mitgliedstaaten sollen sicherstellen, dass ab 2021 nur noch Niedrigstenergiegebäude errichtet werden. Die Inhalte des GEG gelten in naher Zukunft somit europaweit, wobei es in einzelnen Ländern zu partiellen Abweichungen kommen kann. In Deutschland ist daher das Gebäudeenergiegesetz maßgebend, das nach erforderlichen Lesungen im Bundestag voraussichtlich Mitte 2020 in Kraft treten wird. Das GEG wird somit einen unmittelbaren Einfluss auf Neubauten haben, die ab der zweiten Jahreshälfte 2020 hochgezogen werden bzw. sich bereits in der Planungsphase befinden.

Was den Geltungsbereich des Gebäudeenergiegesetzes angeht, so ist der Aufbau des Gesetzes heranzuziehen.
Demnach betreffen die Regelungen des GEG:

Neubauten und deren Effizienzstandards

energetische Bestimmungen für Bestandsgebäude

Anlagen der Kühl- und Heiztechnik

Vorgaben zur Erstellung von Energieausweisen

Bestimmungen für die finanzielle Förderung des Einsatzes von erneuerbaren Energien

Das Kürzel GEG steht für Gebäudeenergiegesetz. Der vollständige Titel, der auch die Zielsetzung besser verdeutlicht, lautet 'Gesetz zur Einsparung & Nutzung erneuerbarer Energien für die Wärmeund Kälteerzeugung in Gebäuden'. Es handelt sich um ein neues Gesetz, das bisher bestehende Regelwerke wie das Energiespargesetz, das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz und die Energiesparverordnung zusammenführt. Die Inhalte des GEG betreffen Maßnahmen, die die Energieeffizienz von Gebäuden nachhaltig verbessern sollen. Im Zuge des beschlossenen Klimapakets soll so ein wichtiger Beitrag zur Senkung der Energiekosten sowie zur Senkung der Kohlendioxidemissionen geleistet werden.

Was bedeutet das GEG für Bauherren bzw. zukünftig geplante Bauprojekte? Grundsätzlich sieht das Gebäudeenergiegesetz keine Verschärfungen der bisher geltenden Regeln vor. Insofern müssen Bauherren nicht mit erhöhten Kosten bzw. weiteren Auflagen/Hürden rechnen. Liegen die Planungen schon eine gewisse Zeit zurück, so sollten Sie in Bezug auf Neubauten auch weiterhin Bestand haben. Wer eine Immobilie kaufen und diese energetisch sanieren möchte, wird nach dem Inhalt des GEG in Zukunft verpflichtend eine Energieberatung nutzen müssen.

Stand Februar 2020 ist das Gebäudeenergiegesetz noch nicht in Kraft getreten. Der entsprechende Gesetzentwurf ist am 23.10.2019 von der Bundesregierung beschlossen worden. Vorgesehen sind weiter Lesungen, bevor das Gesetz in Kraft treten kann und somit verbindlich gilt. Wahrscheinlich ist, dass das GEG 2 bis 3 Monate nach der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt in Kraft treten wird. Experten gehen davon aus, dass die Regelungen des Gebäudeenergiegesetzes ab dem 1.7.2020 greifen werden. Das gilt auch deshalb als sehr wahrscheinlich, weil das Gebäudeenergiegesetz den Bundesrat als mögliche Hürde nicht passieren muss.

Ursprünglich sollte das neue Gesetz bereits einige Jahre früher in Kraft treten, Bemühungen führten aber nicht zum Ziel. Die Diskussionen um den Klimawandel und Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasen haben letztlich eine neue Dynamik entfacht. Was die Planung und Umsetzung von Bauvorhaben angeht, so wird das Datum des Bauantrags entscheidend sein. Ist keine Genehmigung oder Anzeige vorgesehen, so ist der tatsächliche Beginn der Baumaßnahme entscheidend. In der Praxis erweist es sich als problematisch, wenn zwischen dem Bauantrag und der Fertigstellung eines Gebäudes eine sehr große Zeitspanne liegt.

Ja, mit dem Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetz 2020 wird es für Bauherren im Privatbereich Pflicht, ab 2021 nur noch Niedrigenergiegebäude nach den Vorgaben des Gesetzes zu errichten. Für zukünftige Bau- oder auch Modernisierungsprojekte wird das GEG Pflicht sein. Daraus ergibt sich ebenfalls, dass bei zukünftigen Neubauten der Einsatz von erneuerbaren Energien verpflichtend sein wird. Erforderlich wird es mit Blick auf auszustellende Energieausweise auch sein, abgesehen vom Energiebedarf eines Hauses auch die Kohlendioxidemissionen zu beziffern.

Für Bauprojekte der öffentlichen Hand sind die Regelungen übrigens bereits seit dem Jahr 2019 vorgeschrieben. Sinnvoll in diesem Kontext ist ein Blick in Kapitel 7 des GEG (Vollzug). In Paragraf 92 ist von einem Erfüllungsnachweis bei zu errichtenden Gebäuden die Rede. Was die Gültigkeit bzw. die Anwendung des GEG angeht, so sind in Kapitel 9 die Übergangsvorschriften zu beachten. Paragraf 111 beschäftigt sich mit den allgemeinen Übergangsfristen. Falls die Zustimmung oder die Bauanzeige vor dem 1.1.2018 stattfand, so ist das Gebäudeenergiegesetz grundsätzlich nicht anzuwenden.

Um diese Frage aussagekräftig beantworten zu können, ist ein Blick in das 8. Kapitel des GEG empfehlenswert. Dort ist u.a. von Ordnungswidrigkeiten die Rede, die in Paragraf 108 mit diversen Bußgeldvorschriften konkretisiert werden. Grundsätzlich handelt jeder ordnungswidrig, wenn er die Bestimmungen in Bezug auf ein Niedrigstenergiehaus nicht fachgerecht respektive vollständig umsetzt. In Bezug auf einzelne Bereiche werden zahlreiche Beispiele angeführt (so z.B. für die Heiztechnik).

Für Ordnungswidrigkeiten, die unter den Nummern 1 bis 10 geschildert werden, kommen Geldbußen von bis zu 50.000 Euro in Betracht. Für alle anderen Fälle bewegen sich mögliche Geldbußen bei Verstößen gegen das Gebäudeenergiegesetz zwischen 5.000 und 15.000 Euro. Wer sich näher mit möglichen Tatbeständen auseinandersetzen möchte, sollte aufgrund der Vielfalt bzw. der Differenziertheit des Gesetzes einen Blick in Paragraf 108 werfen.

Hintergrund ist eine EU-Richtlinie, die nun mit dem Gebäudeenergiegesetz in deutsches Recht umgewandelt wird. Gesetzgeberische Bemühungen rund um das neue GEG gibt es schon seit 2016. Aber erst im Oktober 2019 kam es im Bundestag zum notwendigen Beschluss, der Mitte 2020 in Kraft treten kann. In diesem Gesetz sollen bisher geltende Regelwerke vereinheitlicht werden, um für mehr Transparenz und ein koordinierteres Maß an Planbarkeit zu sorgen. Insofern wird auch für Bauherren die Ausgangslage übersichtlicher, da sie sich in puncto Energiestandards ab 2020 nur noch mit diesem einem maßgeblichen Gesetz auseinandersetzen brauchen.

Darüber hinaus betont die Bundesregierung, dass Bürokratie abgebaut werden soll, zumal die Rahmenbedingungen übersichtlicher werden. Das Gebäudeenergiegesetz verfolgt das Ziel, einen verbindlichen Standard für Niedrigstenergiehäuser festzulegen. Das übergeordnete Ziel ist darin zu sehen, Energie in Zukunft sehr sparsam einzusetzen bzw. das Verbrauchs- und Emissionsniveau von Neubauten nachhaltig zu senken. Das Gebäudeenergiegesetz soll somit im Zuge der zukunftsweisenden Umweltpolitik einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Zur Beantwortung dieser Frage ist ein Blick in Kapitel 7 des GEG sinnvoll, in dem diverse Paragrafen rund um den Vollzug von Bauvorhaben genannt werden. Aus Paragraf 92 (Erfüllungsnachweis) geht hervor, dass gegenüber der zuständigen Behörde eine Erfüllungserkl.rung nachzuweisen ist. Und zwar hat dies zum Zeitpunkt der Fertigstellung eines Gebäudes zu erfolgen, sofern im Landesrecht nichts anderes vorgesehen ist. Angesichts dessen ist die Ausgangslage im jeweiligen Bundesland zu klären, wodurch auch die zuständig Behörde in Erfahrung gebracht werden kann.

Da das Gesetz Stand Februar 2020 noch nicht in Kraft getreten ist, ist mit Blick auf die endgültige Zuständigkeit noch keine verbindliche Aussage zulässig. Bei Neubauten kommt die Bauaufsicht in Betracht, so ist es jedenfalls mit Blick auf die bis dato geltenden Regelungen der Fall. Was technische Installationen wie die Heizungsanlage angeht, so kommt der Bezirksschornsteinfeger für die Abnahme in Betracht. Mit der Einführung des Gebäudeenergiegesetzes greifen zahlreiche neue DIN-Normen, die eine .berprüfung zahlreicher Werte in Bezug auf Emissionen notwendig machen.

Um den Klimaschutz konsequent voranzutreiben, sieht das Gebäudeenergiegesetz ab 2026 ein Verbot für Ölheizungen vor. Wer ab 2026 einen Heizkessel mit Öl betreiben will, darf dies nur noch in Ausnahmefällen tun, die im GEG geschildert werden. Grundsätzlich greift das Verbot für Ölheizungen nicht, wenn im Einzelfall besondere Umstände eine unbillige Härte erkennen lassen bzw. der Aufwand wirtschaftlich nicht zu rechtfertigen wäre. Zudem kann das Verbot umgangen werden, wenn das Gebäude den Wärmebedarf anteilig durch erneuerbare Energien deckt.

Am besten lassen sich Hausbauer die Ausnahmen im Zuge einer Fachberatung nahebringen. Eines steht aber mit dem Gebäudeenergiegesetz fest: Ohne energetische Maßnahmen zur Erhöhung der Effizienz wird eine Ölheizung ab 2026 nicht mehr zu betreiben sein, zumal die hohen Kosten durch Preissteigerungen diese Form des Heizens in Zukunft nicht mehr attraktiv machen. Wer nach dem Gebäudeenergiegesetz ein Niedrigstenergiehaus bauen will, muss beim Heizen auf innovative und zukunftsorientierte Konzepte setzen. Zu bedenken ist, dass es jetzt schon eine Austauschpflicht für Öl- oder Gasheizungen gibt, die älter als 30 Jahre sind. An dieser Regelung soll sich mit dem Gebäudeenergiegesetz nichts ändern.

Grundsätzlich sei darauf hingewiesen, dass es mit dem neuen Gebäudeenergiegesetz zu keiner weiteren Verschärfung bestehender Regelungen kommt. Im Wesentlichen führt das Gesetz bestehende Regelungen nur zusammen. Insofern gelten die gleichen Voraussetzungen, um zukünftig vorgeschriebene Energiestandards beim Hausbau einhalten zu können. Welche Werte und Normen für ein Niedrigstenergiehaus vorgeschrieben sind, lässt sich dem Gesetzestext entnehmen. Ohne die notwendigen Fachkenntnisse sind diese Werte für Laien allerdings wenig aussagekräftig. Wie der GEG-Mindeststandard einzuhalten ist, sollte bei der Planung des Hausbaus mit einem Anbieter direkt besprochen werden.

Wer sich für ein Fertighaus entscheidet, kann auf ein ganzheitliches und in sich stimmiges Konzept zählen, das die Mindeststandards mehr als nur einhalten kann. So ergibt sich langfristig die Chance, die Nebenkosten gering zu halten. Je besser ein Gebäude in puncto Energieeffizienz aufgestellt ist, desto bessere Fördermöglichkeiten eröffnet z.B. das Programm der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Mit dem Modellgebäudeverfahren eröffnet sich für Hausbauer eine Alternative in Bezug auf das Nachweisverfahren: Anhand von Mindestqualitäten vorgenommener Maßnahmen können Hausbauer die Einhaltung der GEG-Mindestanforderungen nachweisen, wobei keine energetische Berechnungen für diesen Nachweis nötig sind.

Tritt das Gebäudeenergiegesetz in Kraft, so wird es die EnEV (Energiesparverordnung), das EnEG (Energieeinspargesetz) und das EEWärmeG (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz) überflüssig machen. Das zeigt, dass der Klimaschutz in Zukunft ganzheitlich geregelt werden soll. Das bisherige Anforderungsniveau in puncto Mindeststandards bleibt mit dem Gebäudeenergiegesetz unberührt, sodass es nicht zu einer Verschärfung der Vorschriften kommen wird. Werte und Normen aus den genannten Verordnungen (insbesondere jene aus der Energiesparverordnung) bleiben größtenteils bestehen. Durch detaillierte Regelungen zum Standard eines Niedrigstenergiehauses kommt es europaweit zu einer Vereinheitlichung im Energiesparrecht.

Mit dem Gebäudeenergiegesetz wird auf zahlreiche neue DIN-Normen umgestellt. Bei Neubauten wird der Einsatz von erneuerbaren Energien verpflichtend. Ölheizungen sollen ab 2026 verboten werden, wobei das Gesetz aber zahlreiche Ausnahmen vorsieht. Als rigoroses Verbot ist es also nicht zu sehen. Wer als Immobilienbesitzer ein Ein- oder Zweifamilienhaus verkaufen möchte, muss ein Beratungsgespräch in puncto Energieausweis mit einem qualifizierten Berater anbieten. In Zukunft nach dem Gebäudeenergiegesetz auszustellende Energieausweise müssen neben dem Energiebedarf auch Angaben zur Kohlendioxidemission enthalten. Diese dürfen in Zukunft auch von Handwerkern mit einer entsprechenden Zusatzqualifikation ausgestellt werden.

Mit beschränkter Wirkung bis Ende 2023 ist im Gebäudeenergiegesetz der sogenannte Quartieransatz vorgesehen. Das heißt, dass in einem Gebäudekomplex ein sehr energieeffizientes Haus diese Eigenschaften auf umstehende Häuser 'übertragen' kann. Hiermit ist die in Paragraf 103 GEG aufgeführte Innovationsklausel gemeint, die zu Testzwecken zunächst zeitlich begrenzt ist. Insgesamt muss in einem Quartier aber eine gewisse Mindestqualität sichergestellt sein.

Für die Einführung des GEG spricht, dass es in Zukunft für den Bau neuer Häuser ein einheitliches Anforderungssystem gibt, in dem Energieeffizienz und erneuerbare Energien ganzheitlich betrachtet werden. Bisher hat die Energiewende eher zu einer ungeordneten Koexistenz von unterschiedlichen Regelwerken geführt. Durch das vorherige Nebeneinander diverser Verordnungen herrschte oft Unklarheit, gerade bei unerfahrenen Bauherren. Die Definition von Mindeststandards setzt einen klaren und zukunftsorientierten Rahmen für Bauprojekte.

Durch die europaweite Umsetzung der dahinterstehenden Richtlinie kann jeder Mitgliedsstaat seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Das Gebäudeenergiegesetz wirkt über die Landesgrenzen Deutschlands hinaus, sodass der Gesamtbeitrag zum Klimaschutz beachtlich ausfallen kann. Insgesamt sollte die vereinheitlichte Ausgangslage zum Abbau von Bürokratie und zu einer Beschleunigung von Planungsvorhaben führen können. Das Gebäudeenergiegesetz lässt sich als wichtiger Beitrag zum Klimaschutz und somit als Teil der Energiewende lesen. Durch die zukünftige Verpflichtung, Niedrigstenergiehäuser zu errichten, lassen sich Energieverbrauch und Kohlendioxidemissionen nachhaltig senken.

Nicht wenige Experten sehen aber einen Widerspruch zwischen dem beschlossenen Klimapaket der Bundesregierung und dem Gebäudeenergiegesetz. Während im Klimapaket im Nachhinein Verschärfungen vorgenommen wurden, so hat das GEG die bestehenden Richtwerte aus der Energiesparverordnung übernommen. Mit dem GEG kommt es somit nicht zu einer Anhebung der Standards, was je nach Perspektive als Vor- und Nachteil gesehen werden kann. Hausbauer haben den Vorteil, nicht noch mehr in die Energieeffizienz neuer Gebäude investieren zu müssen. Von Nachteil ist, dass weitere Effizienzpotenziale ungenutzt bleiben bzw. nur auf freiwilliger Basis umgesetzt werden brauchen.

Nachteilig zu sehen ist, dass durch das Verbot von Ölheizungen ab 2026 Bauherren nicht mehr die volle Planungsfreiheiten genießen. Zwar gibt es zahlreiche Ausnahmen. Aber die Vorschrift, auf erneuerbare Energien setzen zu müssen, gibt eine klare Richtung ohne eigene Entscheidung bereits vor. Es ist somit nicht von der Hand zu weisen, dass das GEG zu einer Einschränkung der Gestaltungsfreiheit führen wird. Hinzu kommen weitere Kostenaspekte mit Blick auf die im Gebäudeenergiegesetz genannten Normen. Deren Einhaltung bzw. Messung mit teils aufwändigen Verfahren wird abgesehen von der Investition in moderne Wärme-/Energietechnik in Zukunft zu einem weiteren Kostenfaktor beim Hausbau werden. Auf der Habenseite können angehende Hausbauer aber attraktive bzw. zinsgünstige Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten oder sogar Tilgungszuschüsse verbuchen. Je energieeffizienter ein Neubau aufgestellt ist, desto günstigere Finanzierungoptionen lassen sich etwa bei der renommierten Kreditanstalt für Wiederaufbau nutzen.

Häufige Fragen zum KfW 55-Haus & Fördermöglichkeiten

Hier finden Sie kompakte Antworten auf die wichtigsten Fragen. Mehr erfahren & persönliche Beratung durch erfahrene Experten beim Hausbau nutzen!

Grundsätzlich handelt es sich bei der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) um eine staatliche Förderbank. Sie bietet allen, die ein Haus bauen, kaufen oder energetisch sanieren wollen, zinsgünstige Kredite und die Option auf Zuschüsse für die Tilgung. Die KfW vergibt Kredite nicht direkt, sondern sie beauftragt so genannte durchleitende Kreditinstitute. Daher ist es möglich, einen KfW-Kredit direkt bei einer (Haus-)Bank zu beantragen. Der Staat versucht auf diesem Weg, Bauherren finanziell attraktive Konditionen zu eröffnen, wenn sie sich für ein neues Haus mit hoher Energieeffizienz oder für entsprechende energetische Sanierungsmaßnahmen entscheiden.

Ein Blick auf die Homepage der Kreditanstalt für Wiederaufbau zeigt, dass das Förderprogramm breit gefächert ist. Grundsätzlich richtet sich die Förderung an Privatpersonen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Wer ein Haus bauen oder sanieren möchte, kann je nach Standard (z.B. KfW 55) unterschiedliche Förderprogramme nutzen. Diese lassen sich zum Teil sogar miteinander kombinieren. Private Bauherren können eine Finanzierung über die KfW für Neubauten oder Bestandsimmobilien in Anspruch nehmen.

Prinzipiell gilt: Je höher der Standard ist bzw. je energieeffizienter Sie bauen, desto höher wird der Tilgungszuschuss ausfallen. Zwar entstehen für sehr energieeffiziente Häuser höhere Investitionskosten. Diese sind aber durch den sehr geringen Energieverbrauch in der Regel innerhalb weniger Jahre wieder amortisiert. Interessant sind daher die Standards für Energieeffizienz, wie z.B. KfW 55 oder KfW 40. Je niedriger der Zahlenfaktor ist, desto niedriger kann später der Energieverbrauch ausfallen. Die Höhe der Förderung steigt mit sinkendem Zahlenfaktor. Für ein KfW 40-Haus gibt es also höhere Zuschüsse als für ein KfW 55-Haus.

Die Förderprodukte rund um den Hausbau bei der KfW tragen die Überschrift 'Energieeffizient bauen und erneuerbare Energien nutzen'. Hierunter fallen zahlreiche Kreditangebote, die mit Ziffern gekennzeichnet sind. Als Beispiel ist vor allem der Kredit 153 ("Energieeffizient bauen") zu nennen, bei dem ein Tilgungszuschuss von bis zu 48.000 Euro möglich ist. Wer energetisch sanieren möchte, kann Kredit 167 (Ergänzungskredit) prüfen. Der KfW Kredit 151 zielt auf die energetische Sanierung von Bestandsimmobilien ab.

Wer aus seiner Ausgangslage heraus ein passendes Angebot von der KfW prüfen möchte, kann den Produktfinder nutzen. Die Beantwortung weniger Fragen reicht aus, um eine passende Förderung durch die KfW in Erfahrung zu bringen. Andernfalls kommt eine persönliche Fachberatung im Zuge des Hausbaus in Betracht.

Da die Kreditanstalt für Wiederaufbau Kredite nicht direkt vergibt, müssen sich Interessenten an durchleitende Kreditinstitute wenden. Diese übernehmen die Beratung und stellen so sicher, dass die vorteilhafteste Lösung aus dem gesamten Förderspektrum gewählt werden kann. Prinzipiell erhalten Sie mit der KfW-Förderung sehr zinsgünstige Konditionen, was für die langfristige Planbarkeit als großer Vorteil zu sehen ist. Wer einen zinsgünstigen KfW-Kredit bzw. ein Darlehen für den Hausbau bzw. die Finanzierung nutzen will, wendet sich an seine Hausbank oder die Baufirma. Diese wird Sie in aller Regel in Bezug auf alle nutzbaren Optionen umfassend beraten. Der Gesetzgeber sieht hierzu in den letzten Jahren deutlich strengere Transparenz- bzw. Aufklärungspflichten vor.

Wenn Sie ein Haus unter energetischen Gesichtspunkten bauen oder sanieren möchten, können Sie abgesehen von Krediten zur Finanzierung des Bauvorhabens so genannte Tilgungszuschüsse oder Direktzuschüsse nutzen. Bei einem Direktzuschuss landet die vertraglich vereinbarte Summe auf dem Konto. Tilgungszuschüsse hingegen sind mit dem Förderprogramm der KfW verbunden, das Darlehen vergibt. Die Tilgungszuschüsse werden von der jeweiligen Restschuld abgezogen. Insgesamt kann die Finanzierung so schneller und mit weniger Kosten abgewickelt werden.

Bei Neubauten hängt der KfW-Zuschuss vom Energieeffizienzstandard ab. Bei einem KfW-Effizienzhaus 55 sind 15 % der Darlehenssumme tilgbar, maximal 18.000 Euro pro Wohneinheit. Beim KfW-Effizienzhaus 40 Plus sind es sogar 25 % der Darlehenssumme bzw. maximal 30.000 Euro pro Wohneinheit. Bei bestehenden Immobilien kann der Zuschuss für den Standard KfW 55 bis zu 40 % der Darlehenssumme (maximal 48.000 Euro) betragen.

Wer für den Hausbau bzw. die Sanierung einer Immobilie eine ganzheitliche Finanzierungsstrategie sicherstellen möchte, kann mit den dargestellten Zuschüssen viel Geld sparen und die Phase der Finanzierung so kurz wie möglich halten. Von Vorteil ist, dass sich viele zinsgünstige Kredite von der KfW mit Zuschüssen kombinieren lassen. Auf diese Weise können Bauherren bei vielen Projekten quasi eine doppelte Förderung nutzen.

Um die KfW-Förderung zu nutzen, ist folgendes Vorgehen zu beachten:

1. Zuschüsse oder Darlehen bei Sachverständigen oder Banken beantragen (vorher Fachberatung nutzen!)

2. Beantragung des Zuschusses (ein Energieeffizienzexperte unterstützt Sie hierbei)

3. Abwarten der Förderzusage durch die KfW, um Finanzierungssicherheit zu erlangen

4. Durchführen der Baunahmen nach der Zusage

5. Auszahlung des Tilgungs- oder Direktzuschusses (je nach Konstellation)

Zur Beantwortung dieser Frage ist zu klären, was Bauherren beim Hausbau bzw. Hauskauf anstreben. Wenn sie ein Gebäude mit hoher Energieeffizienz und eine höchstmöglicher Förderung wollen, dann ist vom Papier her der Standard KfW 40 besser. Allerdings bietet auch ein KfW 55 Haus hohe Energiestandards, da es nur gut die Hälfte der Energie eines Referenzhauses verbraucht. Ob KfW oder KfW 40 besser ist, sollte im Einzelfall mithilfe von Experten berechnet werden. Faktoren wie die Finanzierungssumme, die Dauer der Tilgung und zu erwartende Nebenkosten können zeigen, welche Option für den Traum vom eigenen Haus am besten ist.

Bei diesem Energieeffizienzstandard (KfW 55-Haus) handelt es sich um einen hohen energetischen Standard. Die Zahl deutet darauf hin, dass ein solches Haus nur 55 % der Energie eines vergleichbaren konventionellen Neubaus verbraucht. Mit anderen Worten verbraucht es 45 % weniger Energie. Daher gilt ein KfW 55-Haus als sehr umweltfreundlich und es weist deutlich geringere Nebenkosten auf, was für die langfristige Finanzplanung ein wichtiger Vorteil ist. Wer ein Gebäude nach diesen energetischen Kriterien errichtet, kann aus dem Förderprogramm der KfW ein passendes Produkt nutzen (z.B. für die Finanzierung und einen Tilgungszuschuss).

Damit ein Haus die Bezeichnung KfW 55-Effizienzhaus tragen darf, muss der so genannte Primärenergiebedarf 45 % unter den Werten eines Referenzgebäudes liegen. Die Energiesparverordnung (EnEV) gibt den konkreten Rahmen vor, wobei diese ab 2020 vom Gebäudeenergiegesetz (GEG) abgelöst wird. Energieexperten können den Kennwert für ein Haus ermitteln, indem sie den Endenergiebedarf eines Hauses mit einem spezifischen Faktor multiplizieren. Des Weiteren existieren für ein KfW 55-Haus diverse U-Werte, die Bauteile einzuhalten haben. Der U-Wert bezieht sich auf den Wärmeverlust eines Hauses (Stichwort 'Transmissionswärmeverlust').

Wenn Sie sich für ein Haus oder ein Fertighaus mit diesem Standard entscheiden, dann sind alle notwendigen Maßnahmen bereits im Paket eingeplant. Zudem schreibt die KfW bestimmte Komponenten wie eine umweltfreundliche Heizungsanlage vor. Generell lässt sich der KfW 55-Standard mit einer guten Dämmung der Fassade und einer umweltfreundlichen Heizung erreichen. Auch energieeffiziente Fenster mit Wärmeisolierung (Stichwort Dreifachverglasung) spielen eine wichtige Rolle. Abgesehen von den Außenwänden wird auch das Dach gedämmt, damit nach oben nicht viel Wärme entweichen kann. Um den Standard KfW-Effizienzhaus 55 zu erreichen, ist eine Biomasse- oder Holzpellet-Heizung ebenfalls notwendig. Um den Standard einhalten zu können, sind die vorgeschriebenen U-Werte für alle Bauteile zu prüfen.

Eine weitere bauliche Maßnahme ist die Integration einer thermischen Solaranlage, die die Heizung und die Warmwassererzeugung unterstützen kann. Ein weiteres zentrales Kriterium ist, dass der Höchstwert in Bezug auf den Transmissionswärmeverlust nicht mehr als 70 % eines Referenzhauses beträgt. Diese technischen Details lassen Sie sich am besten von Experten für den Bau moderner Effizienzhäuser erläutern. Grundsätzlich gilt: Für jedes Bauprojekt ist ein individueller Mix aus möglichen Maßnahmen zusammenzustellen. Dieser muss die Eigenheiten des Hauses ebenso wie die Budgetvorstellungen gezielt berücksichtigen. Sie sehen an dieser Stelle ganz deutlich, warum es keine Alternative zu einer umfassenden, persönlichen Fachberatung geben kann.

In Zeiten steigender Energie- bzw. Heizkosten und einer anhaltenden Klimadiskussion ist es für viele Hausbauer ein entscheidender Aspekt, auf eine sehr hohe Energieeffizienz Wert zu legen. Zudem gelten seit 2002 mit der Energiesparverordnung (EnEV) neue Richtlinien, die zu beachten sind. In naher Zukunft sind weitere Maßnahmen wahrscheinlich, die z.B. einen bestimmten Heizungstypen verbieten oder vorschreiben (vergleiche das ab 2020 in Kraft tretende Gebäudeenergiegesetz). Zuletzt ist die genannte Verordnung im Jahr 2009 verschärft worden.

Im Rahmen der Energiewende bzw. der Klimaschutz-Politik ist in naher Zukunft mit weiteren Verschärfungen zu rechnen. Angesichts dessen ist es eine planbare Basis, sich mit dem KfW 55-Standard jetzt schon für die Zukunft aufzustellen. Die ebenfalls angesprochenen Fördermöglichkeiten sprechen ebenfalls ganz klar dafür, sich für diesen oder womöglich sogar noch einen höheren Energieeffizienzstandard zu entscheiden.

Mit Häusern, die einen großen Teil ihrer Energie selbstständig und somit autark produzieren, können Sie sich als Bauherr von zukünftigen Preissteigerungen zu großen Teilen abkoppeln. Wenn Sie sich für diesen Standard entscheiden, werden Sie Heiz- und somit Nebenkosten dauerhaft gering halten können. Das kann ebenfalls ein wichtiger Faktor sein, wenn Sie eine Immobilie vermieten wollen. Welche Mieter freuen sich nicht über niedrige Nebenkosten und einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz? Durch moderne Heiztechnik lässt sich in einem Energieeffizienzhaus der Wohnkomfort spürbar erhöhen. In wirtschaftlicher Hinsicht ist die Tatsache zu bedenken, dass der Wert einer Immobilie durch solche Investitionen in die Zukunft nachhaltig gesteigert werden kann.

Die Frage kann aussagekräftig nur ein individueller Kostenvergleich zeigen, der alle relevanten Parameter enthält. In der Praxis ist es so, dass sich die Mehrkosten, die durch diesen hohen Standard zweifelsohne entstehen, schon nach ca. 10 Jahren wieder reinholen lassen. Das ist durch den geringen Energieverbrauch und somit niedrige Nebenkosten möglich. Und da Strom bzw. Heizkosten in Zukunft steigen werden, machen sich Besitzer langfristig mit diesem hohen Energiestandard gegenüber kommenden Preissteigerungen ein Stück weit unabhängig.

Um sich ein konkreteres Bild machen zu können, sei auf Folgendes hingewiesen: Experten gehen von Mehrkosten von etwa 10 % aus. Die KfW selbst gibt in einem Rechenbeispiel für ein Einfamilienhaus mit diesem Standard Mehrkosten in Höhe von 12.700 Euro an. Darin ist ein beheizter Keller und ein Gas-Brennwert-Kessel inbegriffen. Die Frage 'Ab wann lohnt sich ein KfW 55-Haus?' kann an dieser Stelle in 'Ab wann zahlt sich ein KfW 55-Haus aus?' umgewandelt werden. Ist das Einsparpotenzial pro Monat bekannt, kann der Zeitraum recht zuverlässig bestimmt werden.

Sie wollen ein (Fertig)haus mit dem Effizienzstandard KfW 55 bauen? Dann können Sie gerade mit Blick auf das Programm der KfW eine doppelte Förderung nutzen und die Kosten für das eigene Haus insgesamt deutlich senken. Wer sich für einen solchen Standard entscheidet, kann zudem sehr  zinsgünstige Darlehen nutzen. Eine lange Laufzeit und eine lange Zinsbindung sorgen für niedrige Tilgungsraten. In Zeiten historischer niedriger Zinsen erscheint eine Zinsbindung als langfristig vorteilhafte Option. Je nach Laufdauer können tilgungsfreie Zeiträume von bis zu 5 Jahren genutzt werden.

Wer den Kredit 153 'Energieeffizient bauen' für ein KfW 55-Haus beantragt, kann einen zinsgünstigen Förderkredit von bis zu 120.000 Euro je Wohnung zur Finanzierung nutzen. Darüber hinaus lässt sich ein Tilgungszuschuss von bis zu 30.000 Euro nutzen, mit dem sich die gesamte Dauer der Rückzahlungsphase verkürzen lässt. Bauherren können bzw. sollten sich auch über Kombinationsmöglichkeiten im Förderprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau informieren, um doppelt sparen bzw. die Gesamtkosten so gering wie möglich halten zu können. Als Erweiterung zum genannten Kredit für die Hausfinanzierung kommen weitere Zuschüsse in Betracht (z.B. Zuschuss 431 für die Baubegleitung in Höhe von bis zu 4.000 Euro). Vor dem Projekt 'Hausbau' kann eine unabhängige Fachberatung bisher ungeahnte Finanzierungsoptionen eröffnen. Diese neuen Handlungsoptionen stärken in nicht wenigen Fällen den Beschluss, den Traum vom eigenen Haus endlich zu realisieren.

Wer sich mit dem KfW 55-Haus für einen sehr energieeffizienten Baustandard entscheidet, muss mit Mehrkosten rechnen. Diese rentieren sich aber in den allermeisten Fällen bereits nach wenigen Jahren, da durch niedrige Nebenkosten enorme Einsparpotenziale nutzbar sind. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau selber rechnet in aktuellen Beispielen mit Mehrkosten von etwa 10 %. Wer sein Budget genau kennt bzw. weiß, wie viel der Hausbau kosten wird, kann die Mehrkosten konkretisieren.

Die Mehrkosten für ein KfW-55 Haus ergeben sich durch notwendige Maßnahmen beim baulichen Wärmeschutz, den Einsatz energieeffizienter Anlagentechnik sowie die notwendige Fachberatung. Die aussagekräftigen Berechnungen der KfW stammen aus dem Jahr 2016 und orientieren sich am Neubauniveau. Für ein KfW 55-Einfamilienhaus ergeben sich bei einer Nutzfläche von ca. 235 Quadratmetern Mehrkosten in Höhe von knapp 13.000 Euro (beheizter Keller und Gas-Brennwert-Kessel inklusive).

Wenn Sie wissen wollen, wie viel ein KfW 55-Haus mehr kostet und ob bzw. ab wann sich diese Investition rechnet, sollten Sie sich ein Angebot einholen. Eine persönliche Beratung und die Berücksichtigung Ihrer finanziellen und gebäudeenergetischen Vorstellungen stellen sicher, dass die Mehrkosten mit einem hohen Maß an Rentabilität angelegt werden können. Relativierend auf die Mehrkosten wirken sich bessere Fördermöglichkeiten aus, die sich für ein KfW 55-Haus nutzen lassen. Je besser die Energieeffizienz von neuen Gebäuden ist, desto vorteilhaftere Finanzierungskonditionen und Zuschüsse bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau.

Um Fördermittel für ein KfW 55-Haus zu erhalten, müssen die energetischen Kriterien für diesen Gebäudetyp erfüllt sein. Und zwar verbraucht ein KfW 55-Haus nur 55 % der Energie eines Referenzneubaus gemäß Energiesparverordnung.

Maßgeblich für die Möglichkeit der Inanspruchnahme der KfW Förderung sind der Primärenergiebedarf und der sogenannte Transmissionswärmeverlust. Was den Primärenergiebedarf angeht, so muss ein KfW-55 Haus 45 % unter dem Niveau eines Neubaus nach der EnEV liegen. Energieberater können diesen Wert für ein Gebäude mit einem spezifischen Faktor herleiten. Der Transmissionswärmeverlust bezieht sich auf die Energieeffizienz eines Neubaus. Dieser Wert gibt an, wie viel Wärme ein Neubau über seine Hülle an die Umwelt abgibt. Er muss bei diesem Standard 30 % unterhalb des Wertes für das bereits angesprochene Referenzhaus liegen.

Thermografische Aufnahmen können diesen Wärmeverlust visualisieren. In der Regel sind ein hoher Dämmstandard und eine umweltfreundliche sowie energiesparende Heizanlage nötig, um den besagten Standard bautechnisch sicherstellen zu können. Mit einer fachmännischen Planung wird die Basis gelegt, um Fördermittel der KfW für den Traum vom eigenen Haus nutzen zu können. In formaler Hinsicht ist zu beachten, dass die Förderung vor der Aufnahme der Bautätigkeit zu beantragen ist. Das wird Ihnen ein Energieberater bzw. Ihr Anbieter im Zuge der Planung aber auch mitteilen. Wer den KfW 55 Standard mit seinem Neubau sicherstellt, kann aus dem Förderprogramm zinsgünstige Darlehen mit langer Laufzeit und zum Teil hohe Tilgungszuschüsse von bis zu 48.000 Euro nutzen.

Um mit einem Neubau den KfW 55 Standard erreichen zu können, gibt die KfW konkrete Möglichkeiten vor, aus denen bei der Konzepterstellung gewählt werden kann. Für die Versorgung mit Heizwärme werden zur Erreichung des KfW 55-Standards u.a. folgende Lösungen einzeln oder in Kombination verwendet:

Holzpelletheizung

Wärmepumpe

Brennwertheizung

Solarthermie-Anlage

Es stehen also mehrere Optionen zur Verfügung, je nach Investitionsbudget oder den konkreten baulichen Möglichkeiten. Beachten Sie, dass die KfW fest definierte Anlagen für diesen Haustypen vorsieht, aus denen Sie die passende Option wählen können.

Kennzeichnend für alle modernen Optionen für eine Heizungsanlage in einem KfW 55-Haus ist, dass sie Energie sehr effizient verwerten und ggf. sehr viel sauberer verbrennen (wie es zum Beispiel beim Einsatz von Holz der Fall ist). Mit einer Wärmepumpe können Sie ganz auf Verbrennung verzichten und in einem recht komplizierten Prozess der Umgebung Wärme zum Heizen entziehen. Denkbar sind auch sehr umweltfreundliche Kombinationen im Bereich der regenerativen Energien: So kann eine Solaranlage nicht nur Strom erzeugen, sondern auch die Warmwasserversorgung zu großen Teilen sicherstellen.

Um die Energieeffizienz zu verbessern bzw. den Wärmeverlust über die Fassade so gut wie möglich einzudämmen, spielen Fenster eine zentrale Rolle in einem KfW-55 Haus. Denn letztlich kann die beste Fassadendämmung ihr Potenzial nicht voll entfalten, wenn über ungeeignete Fenster sehr viel Energie verloren geht. Zum Einsatz kommen spezielle Fenster mit Doppelverglasung, wobei sich in den letzten Jahren mit der Dreifachverglasung samt speziellem Rahmen ein neuer, sehr energieeffizienter Standard etabliert hat. Hierbei handelt es sich um ein spezielles Mehrscheiben-Isolierglas, das die im Inneren erzeugte Wärme kaum entweichen lässt. Eine Energieberatung wird zeigen, welchen messbaren Beitrag energetisch vorteilhafte Fenster für die Reduzierung des Transmissionswärmeverlustes leisten können.

Viele angehende Hausbauer fragen sich, welche Anforderungen die Dämmung für ein KfW 55-Haus erfüllen muss? Grundsätzlich muss die Außenwanddämmung für diesen Neubautyp mindestens 18 cm betragen. Für die Dämmung des Daches sind 24 cm vorgesehen, um rein bautechnisch die Basis für eine hohe Energieeffizienz zu legen. Darüber hinaus ist eine Kellerdeckendämmung von 10 cm vorgesehen. Bei einem Fertighaus kann eine spezielle Bodenplatte einen messbaren Beitrag zur Erhöhung der Energieeffizienz leisten.

Bei der Auswahl an Dämmstoffen gibt es eine breite Fülle, wobei mit Blick auf das individuelle Gesamtkonzept vor allem der U-Wert zu beachten ist. Möglich sind synthetische Dämmstoffe (Hartschaum in diversen Ausführungen), mineralische Dämmstoffe (Glaswolle, Steinwolle etc.) oder Dämmmaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen (Holz, Hanf, Kork etc.). Bei der Auswahl des Dämmmaterials spielen abgesehen von den Kosten und baulichen Möglichkeiten vor allem die Energiewerte eine entscheidende Rolle. Nur wenn das Dämmmaterial den Wärmeverlust in Kombination mit den Fenstern in den definierten Grenzen hält, kann die Förderung von der KfW für den Standard 55 genutzt werden.

Was ist der U-Wert überhaupt? Hierbei handelt es sich um einen zentralen Wert, der aussagekräftig in Bezug auf den Wärmeschutz ist. Am U-Wert können Experten ablesen, wie viel Energie über ein bestimmtes Bauteil nach außen entweicht. Da es sich beim KfW 55-Haus um einen hohen gebäudeenergetischen Standard handelt, muss der U-Wert in Bezug auf alle wichtigen Bauteile bestimmte Grenzwerte (s.u.) einhalten. Die Vorgabe vieler U-Werte zeigt, dass ein KfW 55-Haus ganzheitlich mit Blick auf eine hohe Energieeffizienz geplant werden muss. Einzelne isolierte Maßnahmen (z.B. nur eine Wärmedämmung) werden nicht ausreichen, um die notwendigen Standards für die Förderung sicherstellen zu können.

Im zukünftig geltenden Gebäudeenergiegesetz (GEG) werden alle relevanten Werte enthalten sein, die nicht überschritten werden dürfen. Da die folgenden Werte und deren Herleitung für Laien abstrakt sind, kann nur eine Fachberatung das Verständnis verbessern und konkrete Handlungsmöglichkeiten offenbaren. Je höher der U-Wert ausfällt, desto besser isoliert ein Bauteil Wärme.

Exemplarische U-Werte für ein KfW 55-Haus in der Übersicht:

Fenster und andere transparente Bauteile

Dachflächen/Dachgauben sowie oberste Geschossdecke

Außenwände/Geschossdecken (nach unten gegen Außenluft)

Türen (Außen- und Kellertüren)

Ziegel bzw. Baumaterialien für das Mauerwerk müssen so gewählt werden, dass sie die Anforderungen des Standards KfW 55 erfüllen. Bei der Planung des Hauses wird Ihnen der Anbieter alle Optionen erläutern, die in Betracht kommen. Auf dem Markt sind jedenfalls etliche Ziegelarten verfügbar, die zur Erreichung des genannten Standards einen wichtigen Beitrag leisten können.

Bei der Auswahl sind die zu erfüllenden U-Werte zu beachten, die oben zu finden sind. Der Wärmeverlust für einen infrage kommenden Ziegel muss sich innerhalb der vorgegebenen Grenze bewegen. Ansonsten eignet sich ein Ziegel nicht, um den Standard zu erreichen. Unter Umständen kann ein Ziegel auch ohne Dämmstoff bereits einen hohen energetischen Standard sicherstellen. Generell ist zu prüfen, mit welchem Dämmmaterial er kompatibel ist und ob sich das vorgesehene Baukonzept so umsetzen lässt. Letztlich bilden Ziegel/Außenwand und Fenster immer eine Einheit, um die Standards eines KfW 55-Hauses sicherstellen zu können.

Abgesehen vom U-Wert sind bei der Auswahl geeigneter Ziegel weitere Aspekte zu beachten, die die langfristige Vorteilhaftigkeit zeigen. Im Idealfall sollten auch nach zig Jahren keine kostenintensiven Arbeiten an der Außenmauer erforderlich werden. Rein mineralische Bestandteile erlauben einen exzellenten Schutz vor Witterung. Diffusionsoffene Ziegel wirken feuchtigkeitsregulierend, sodass sie sich positiv auf die Beschaffenheit der Wände und das Raumklima auswirken. Hochwertige Ziegel der Baustoffklasse A1 sind zudem nicht brennbar. Die Auswahl hochwertiger und sehr energieeffizienter Ziegel für ein KfW 55 Haus lässt sich also durchaus mit anderen positiven Eigenschaften verbinden.

Zu beachten ist, dass Baufirmen und Anbieter von Fertighäusern mit ihren Angeboten alle Maßnahmen berücksichtigen, die für einen gewissen KfW-Standard notwendig sind. Wer sich für ein KfW 55-Haus entscheidet, kann in der Regel ein fertiges Konzept nach seinen Vorstellungen konkretisieren. Wer in Eigenregie bauen will, sollte auf eine professionelle Energieberatung und sorgfältige Planung nicht verzichten, um die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme von Fördermitteln zu erfüllen. In Anbetracht der Vielfalt an Bauweisen und in Frage kommender Ziegelsteine gibt es nicht die eine vorgeschriebene Lösung für das Mauerwerk eines KfW 55 Hauses.

Mit dem Mauerwerk wird die Basis gelegt, um die Außenwände in puncto Energieeffizienz optimal und vor allem zukunftsorientiert zu gestalten. Generell muss das Außenmauerwerk eines KfW 55-Hauses eine Mindeststärke von 36,5 cm aufweisen. Was die energieeffiziente Gestaltung der Außenwand angeht, so kommen mehrere bauliche Lösungen in Betracht. Abgesehen von der monolithischen Bauweise kommen auch Funktionsaußenwände oder zweischalige Außenwände in Betracht.

Die entscheidende Frage ist, welcher U-Wert sich mit dem vorgesehenen Mauerwerk erreichen lässt und ob dieser für die Anforderungen nach KfW 55 ausreichend ist. Bei der monolithischen Bauweise (also aus einem Guss mit Ziegelsteinen) kommt der Qualität bzw. energetischen Beschaffenheit der Ziegel eine wichtige Bedeutung zu. Sehr hochwertige Ziegel können als Basis für das Mauerwerk an sich schon den vorgesehenen U-Wert für ein KfW 55-Haus erzielen. Mauerwerk aus Porenbeton (Stichwort Ytong Porenbeton) sind ideal für die Dämmung, da Wärme in diesen Steinen sehr effizient gespeichert werden kann.

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